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Ausgangslage und Bedarf Das Schulzentrum Allmend (SZA) ist einer der drei Schulstandorte der Gemeinde Meilen (Gesamtkonzept) und befindet sich an der Ormisstrasse auf einem Gelände-plateau leicht oberhalb des Dorfzentrums von Meilen. Es umfasst zwei Oberstufenschulhäuser, ein Primarschulhaus, einen Spezialtrakt sowie eine Turnhalle und verschiedene Aussenanlagen. Weiter befinden sich auf der Anlage ein Mehrfamilienhaus sowie ein Pavillon, welcher als Schülerclub genutzt wird. Nördlich an das Areal angrenzend befindet sich das Sportzentrum Allmend mit einem Hallenbad, einer Dreifachturnhalle und den im Jahr 1998 eröffneten Aussenanlagen.
Schulraumbedarf Im Rahmen der pädagogischen Entwicklungen der letzten 15 Jahre und der Annahme des neuen Volkschulgesetzes (NVSG) im Jahr 2005 sind bauliche Anpassungen an der Schulanlage Allmend notwendig. Aufgrund des pädagogischen Gesamtkon-zeptes in Meilen wird ein Lernzentrum eingerichtet und der Kindergarten Veltlin im Hinblick auf die Einführung der Grund-/Basisstufe ins Schulzentrum Allmend integriert. Es findet auch eine Teilintegration der Jugendmusikschule statt und das Angebot der Tagesbetreuung wird angemessen ausgebaut. Gemäss dem Gesamtschul-pflegebeschluss von 2007 wird zudem die Schulverwaltung vom Dorfzentrum ins Schulzentrum Allmend verlegt.
Machbarkeitsüberprüfung Mit der Machbarkeitsstudie wurde das Ziel verfolgt, eine Grundlage für die erforderlichen Grundsatzentscheide betreffend Raumprogramm, Wettbewerbsverfahren und weitere Projektierung zu schaffen.
Es wurden dabei verschiedene Umnutzungs- und Erweiterungsvarianten für die Schulanlage Allmend geprüft und auf ihre Realisierbarkeit in Bezug auf funktionale und ortsbauliche Aspekte sowie Kostenfolgen untersucht.
Raumprogramm Die Schule Meilen orientiert sich in pädagogischer Hinsicht neu. Es werden beispielsweise mehr Räume durch Blockzeitenunterricht, den Einsatz von Informatik und die Anwesenheit von Fachpersonen (z.B. Schulsozialarbeiter, Schulpsychologinnen, BIZ-Sprechstunde etc.) benötigt. Diese veränderten Bedürfnisse sowie neue Angebote wie Lernzentren oder die Förderung des individuellen Lernens verlangen im Schulzentrum Allmend in der Primarschule nach einer Erweiterung des bisherigen Raumangebotes und in der Sekundarschule eine Umnutzung der bestehenden Räume.
Primarschule Um für eine allfällige Einführung der Grund-/Basisstufe bereit zu sein, ist dieser Bedarf an Klassenzimmer und Gruppenräume innerhalb der Primarschule bereits zum heutigen Zeitpunkt zu berücksichtigen. Daneben werden Räume für die Einrichtung eines Lernzentrums benötigt, in welchem die Schüler und Schülerinnen Arbeiten in Gruppen ausführen oder sich selbstständig beschäftigen können. Um das individualisierte Lernen zu fördern und Begegnungen zu ermöglichen, sollen in den Korridor- und Zwischenzonen der Primarschule "Offene Lernräume" (siehe auch Text unten) entstehen und eingerichtet werden.
Sekundarschule In der Sekundarschule wird viel Wert gelegt auf eine intensive Begleitung der Schülerinnen und Schüler in ihrem Lernen, auf individuelle Förderung, auf selbsttätiges Forschen und Experimentieren. Das Raumangebot wird dementsprechend optimiert, indem die Klassenzimmer umgestaltet werden, eine Bibliothek zentral angeordnet wird und „Offene Lernräume“ entstehen, in denen eigenständiges Arbeiten möglich ist. Der Mittagstisch der Sekundarschule wird heute von bis zu 70 Schülerinnen und Schülern besucht. Künfitg wird dieser ins alte Sekundarschulhaus verlegt.
Offene Lernräume Primarschule und Sekundarschule Die Schule als Ganzes und nicht das einzelne Klassenzimmer soll zum Bezugspunkt des schulischen Lebens werden. Die bisher zentrale Bedeutung der Klassenzimmer wird durch die bewusste Gestaltung von gemeinsamen Bereichen (traditionelle Korridore, Pausenplatz, Aula) und deren Aufwertung zu Orten der Begegnung und Zusammenarbeit als „Offene Lernräume“ relativiert.
Tagesbetreuung Primarschule (FEE) Das Angebot des Schülerclubs richtet sich an Kindergartenkinder und Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe. Neben dem Mittagstisch bietet der Schülerclub auch am Nachmittag eine umfangreiche Betreuung an. 2004, als der Betrieb im Provisorium „Pavillon“ aufgenommen wurde, waren pro Woche 43 Plätze belegt. In-zwischen sind es bereits 103 Plätze por Woche. Bis zu 30 Kinder besuchen heute den Schülerclub am Mittag, wo sie betreut und verpflegt werden. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden und den gesetzlichen Bestimmungen der Ganztages-betreuung nachzukommen, ist ein Angebot an geeigneten Verpflegungs-, Aufenthalts- und Ruheräumen zu schaffen. Die Tagesbetreuung wird im Spezialtrakt untergebracht.
Jugendmusikschule (JMP) Die Jugendmusikschule ist in Meilen gut verankert. Musikalisches Lernen - individuell und in der Gruppe - fördert die allgemeine Lernfreude in der Schule und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer positiven Schulkultur. Den Kindern und Jugendlichen wird dabei ein Verständnis für kulturelle Tradition und unsere kulturelle Wurzeln vermittelt. Ebenso wird der Umgang mit modernen Musikstilen und Medien gepflegt. In den zunehmend tagesumfassenden Strukturen der Schule mit Betreuungsangeboten, neuen Lern- und Lehrformen sollen die Musikangebote integriert werden und optimale Räumlichkeiten zur Ausübung des Musikunterrichts (individuell oder im Ensemble/Chor) erhalten.
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Bauliche Massnahmen Die verschiedenen Nutzungen lassen sich mit Verdichtung, Umstrukturierung und baulichen Anpassungen mehrheitlich in den bestehenden Gebäuden unterbringen. Trotzdem entsteht aufgrund der neuen schulischen Leistungsangebote ein zusätzlicher Bedarf von rund 800 m2 Nutzfläche, welcher nicht mehr in den bestehenden Räumlichkeiten abgedeckt werden kann.
Aufstockung Primarschule als Lösungsansatz Verschiedene Varianten der Erweiterung wurden überprüft, so auch ein Neubau im Zentrum der Schulanlage anstelle des Spezialtraktes. Die Machbarkeitsüberprüfung hat jedoch gezeigt, dass eine Aufstockung des Primarschulhauses um zwei Geschosse für die Unterbringung der notwendigen Fläche die wirtschaftlich sinnvollste Lösung darstellt.
Spezialtrakt Um die Bedürfnisse der Tagesbetreuung Primarschule und Sekundarschule abdecken zu können, sind die heutigen Räumlichkeiten des Spezialtraktes umfangreich umzubauen, zumal neu auch die Schulverwaltung in dieses Gebäude einziehen wird.
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Umbaumassnahmen und neuer Verbindungstrakt Sekundarschule Um den Bedarf der Sekundarschule abzudecken, sind in den Oberstufenschulhäu-sern Alt und Neu umfangreiche Umbaumassnahmen notwendig. Ein wichtiges Element stellt der neue Verbindungstrakt dar, welcher als verbindendes Element zwischen den beiden Gebäuden steht und neben der Einrichtung der Bibliothek auch die Gestaltung von Offenen Lernräumen und einen gemeinsamen Eingang für beide Schulhäuser ermöglicht.
Weitere Umbaumassnahmen: Nebentrakt Turnhalle Der Turnhallen-Nebentrakt mit unterschiedlichen Übungsräumen ist für die Jugendmusikschule reserviert und wird an deren Bedürfnisse angepasst.
Anpassungen Aussenräume Aufgrund der räumlichen Veränderungen und Erweiterungen sowie der neuen pädagogischen Konzepte (z. B. Aussenklassenzimmer, Aussenräume Grund-/Basisstufe und Tagesbetreuung FEE) sollen auch die Aussenräume des Schulzentrums Allmend an die neuen Bedürfnisse angepasst werden.
Investitionskosten Die Investitionskosten (BKP1-9) für den Umbau und die Erweiterung der Schulanlage Allmend werden anhand des geplanten Raumprogramms und der vorgesehenen Massnahmen auf rund CHF 12 Mio. geschätzt (Grobkostenschätzung +- 25%, inkl. MwSt.). In den Kosten sind die Massnahmen zum Erreichen des Minergie-Standards sowie für das Hindernisfreie Bauen berücksichtigt.
Die Schulpflege hat vor, im Juni 2010 an der Gemeindeversammlung den Wettbewerbskredit für das Projekt zu beantragen und die Realisierung des Projekts 2014/2015 anzustreben.
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