Unser Dresscode – gemeinsam weiterentwickelt
Wie wollen wir an unserer Schule miteinander umgehen? Welche Werte sind uns wichtig? Und was bedeutet dies eigentlich für die Art und Weise, wie wir uns in der Schule kleiden?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich derzeit das Schulparlament der Sekundarschule Meilen. Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgängen arbeiten gemeinsam daran, den bestehenden Dresscode unserer Schule zu überarbeiten und einen neuen Vorschlag zu entwickeln.
Dabei geht es um weit mehr als um die Frage, welche Kleidungsstücke in der Schule erlaubt sein sollen. Ausgangspunkt der Arbeit war deshalb eine Diskussion über unsere gemeinsamen Werte. Respekt, Toleranz, Individualität, Wohlbefinden und Rücksichtnahme spielten dabei ebenso eine Rolle wie die Frage, was es bedeutet, Teil einer Gemeinschaft zu sein.
Auf dieser Grundlage diskutierten die Schülerinnen und Schüler, welche Regelungen für unsere Schule sinnvoll sind. Ein neuer Dresscode soll verständlich und im Schulalltag umsetzbar sein. Gleichzeitig soll er fair sein, möglichst breit getragen werden und genügend Raum für unterschiedliche Persönlichkeiten und Kleidungsstile lassen.
Gerade bei einem Thema, bei dem unterschiedliche Vorstellungen und persönliche Grenzen aufeinandertreffen, ist der gemeinsame Austausch wichtig. Die Schülerinnen und Schüler bringen ihre Sichtweisen ein, hören andere Meinungen und suchen gemeinsam nach Lösungen. Dabei erfahren sie ganz konkret, was Partizipation bedeutet: Mitbestimmung heisst nicht nur, die eigene Meinung zu äussern, sondern auch zuzuhören, Argumente abzuwägen, Kompromisse zu finden und Verantwortung für gemeinsame Entscheidungen zu übernehmen.
Aus den bisherigen Diskussionen entsteht nun Schritt für Schritt ein konkreter Vorschlag für einen überarbeiteten Dresscode. Damit leisten die Schülerinnen und Schüler einen wichtigen Beitrag zu Regeln, die ihren eigenen Schulalltag unmittelbar betreffen.
Der Prozess zeigt exemplarisch, wie wir Mitwirkung an unserer Schule verstehen möchten: Regeln nicht nur für Schülerinnen und Schüler formulieren, sondern sie dort, wo es möglich und sinnvoll ist, gemeinsam mit ihnen entwickeln.

